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psychoanalyse
 

DU FÜHLST WIE DU DENKST


Als erstes musst Du davon Abschied nehmen, andere oder die Umstände für Deine Gefühle verantwortlich zu machen. Dies bedeutet, dass Du aufhörst zu sagen:
 
Du machst mir Angst - Du machst mich traurig - das regt mich auf - das hemmt mich - das macht mich ganz verrückt.
 
Verantwortung für sich und seine Gefühle übernehmen bedeutet, dass Du erkennst und akzeptierst, dass Du es bist, der sich seine guten wie schlechten Gefühle macht. Es bedeutet, dass Du sagst:
 
Ich versetze mich in Angst - ich mache mich traurig - ich rege mich darüber auf - ich mache mich ganz verrückt.
 
Wie soll das vor sich gehen? Wie kann ich mich ärgerlich, traurig oder ängstlich machen?

 
Sehr einfach... Es ist die Art und Weise, wie Du von Dir und anderen denkst, welche bestimmt, wie Du dich fühlst.



Schon vor 2000 Jahren lehrten die Stoiker:
(Stoiker = Anhänger der Stoa = antike, griechische philosophische Richtung, vgl. stoisch = unerschütterlich, gleichmütig.)
 
Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinung über die Dinge.
 
Wenn wir also auf Schwierigkeiten stossen, in Unruhe und Kümmernis geraten, dann schieben wir die Schuld niemals auf einen anderen, sondern nur auf uns selbst, das heisst: auf unsere Meinung von den Dingen.
 
Anders ausgedrückt: Du fühlst, wie Du denkst. Es ist immer Deine persönliche und subjektive Bedeutung, die Du einer Sache beimisst, die darüber entscheidet, wie Du dich fühlst. Nur so ist es zu erklären, dass zwei Menschen ein und dieselbe Sache erleben und dennoch verschieden darauf reagieren.
 
Diesen Zusammenhang zwischen Denken und Fühlen - wieder eine Dualität - bezeichnet die kognitive Therapie als das ABC der Gefühle.


 
 
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