DU FÜHLST WIE DU DENKST Als erstes musst Du davon Abschied nehmen, andere
oder die Umstände für Deine Gefühle verantwortlich zu
machen. Dies bedeutet, dass Du aufhörst zu sagen: Schon vor 2000 Jahren lehrten die Stoiker: (Stoiker = Anhänger der Stoa = antike, griechische philosophische Richtung, vgl. stoisch = unerschütterlich, gleichmütig.) Nicht die Dinge beunruhigen die Menschen, sondern ihre Meinung über die Dinge. Wenn wir also auf Schwierigkeiten stossen, in Unruhe und Kümmernis geraten, dann schieben wir die Schuld niemals auf einen anderen, sondern nur auf uns selbst, das heisst: auf unsere Meinung von den Dingen. Anders ausgedrückt: Du fühlst, wie Du denkst. Es ist immer Deine persönliche und subjektive Bedeutung, die Du einer Sache beimisst, die darüber entscheidet, wie Du dich fühlst. Nur so ist es zu erklären, dass zwei Menschen ein und dieselbe Sache erleben und dennoch verschieden darauf reagieren. Diesen Zusammenhang zwischen Denken und Fühlen - wieder eine Dualität - bezeichnet die kognitive Therapie als das ABC der Gefühle. |