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Hendrix setzte die Masstäbe...
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ROBIN TROWER
DER GESCHMÄHTE
Jimi Hendrix Epigone?
Geb.: 9. März in Southend/Grossbritannien
An Robin Trower scheiden sich die Geister. Leider
gehört dies zu den wenigen Dingen, die man mit Bestimmtheit über
die Musik Robin Trowers sagen kann. Für die einen ist er nur
einer der vielen Gitarristen, die die Lücke füllen mussten,
die durch den Tod von Jimi Hendrix entstanden war, und die
dies ausnutzten, indem sie Hendrix' Sound kopierten. Für die
anderen ist er der Hendrix-Schüler, der konsequent seine schwer
beschreibbare atmosphärische Blues-Rock-Mischung weiterentwickelt
hat. Auf jeden Fall beziehen sich sowohl die anerkennenden als auch
die ablehnenden Argumente auf die Musikerpersönlichkeit Hendrix,
die auch tatsächlich in Trowers Leben eine ganz entscheidende
Rolle gespielt hat.
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Gesehen hat Trower Hendrix allerdings erst am 4.
September 1970 während eines Festivals in Berlin mit Gruppen
wie Ten Years After, Canned Heat und Procol Harum,
bei der Robin Trower damals Leadgitarrist war. Später erzählte
er Curtis Knight über diesen Abend:
" »Es war das erste Mal, daß ich ihn je hatte spielen
sehen. Bis dahin war ich ihm irgendwie aus dem Weg gegangen, weil
ich immer das Gefühl hatte, wenn ich ihn erlebte, würde
ich das Gitarrenspielen aufgebenwollen. (...) Und genau das passierte:
Ich sah ihn und hatte das Gefühl <Vergiß es>. Ich
war ein paar Monate richtig niedergeschlagen, ganz besonders, als
er nur eine Woche [zwei Wochen, Anm.d. Verf] später starb. Das
wirkte auf mich ganz besonders seltsam. (...) Ich glaube nicht, daß
die Band besonders gut zusammen spielte, aber ich fühlte, er
war der erste wirkliche Maestro, dem ich jemals begegnet bin - ein
wirklicher Meister des Instruments (...). Ja, und dann lief ich vor
seiner Garderobe auf und ab, nachdem er abgetreten war, und ich sagte
mir, soll ich hin- eingehen, soll ich lieber nicht? — und dann platzte
ich plötzlich in die Garderobe und sagte: "Ah — ich muß
dir einfach sagen, es war das Beste, was ich je erlebt habe"
- das war es wirklich - und er sagte "Uh, danke, aber uh naw!"
Und ich war ganz weggetreten, das kann man sagen, und ging wieder
hinaus. Das war also das erste und einzige Mal, dass ich ihn getroffen
habe."
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